Das Mönchgut entdecken

Wer das Mönchguttor am Eingang von Baabe passiert, hat zugleich Mönchguter Boden betreten; denn genau dort schlängelt sich seit dem 13. Jahrhundert der Mönchgutgraben durch die Wiesen und markiert die Trennlinie zwischen dem Hauptteil Rügens und dem südlichsten Zipfel der Insel.

Vom 2002 errichteten Tor grüßen Bäuerin, Fischer, Mönch und Ritter jeden Gast. Sie sind Teil der Geschichte dieses Landstriches, prägten Kultur und Tradition. Der Beginn des Tourismus hingegen ist weitaus jüngeren Datums – erst seit 1890 entwickelt sich an der Baaber Ostseeküste die Badekultur und kann seitdem auf eine kontinuierliche Entfaltung verweisen. Eine umfangreiche Dokumentation der Geschichte des Mönchgutes finden Sie in den sieben „Mönchguter Museen“. 

Wer glaubt, der Norden sei flach wie eine Flunder, wird auf Mönchgut eines Besseren belehrt; von Baabe aus in Richtung Süden erstreckt sich eine abwechslungsreiche Landschaft mit herrlichen Aussichten, die nur derjenige intensiv erleben wird, der bereit ist, sich mit der Region zu arrangieren. Deshalb: Auto stehen lassen und losgeradelt! Nur so wird es gelingen, Wellen zu hören, Seeluft zu schmecken, Fossilien zu finden und Seeschwalben zu beobachten. Ein gut ausgebautes Radwegenetz führt zu allen interessanten Punkten.

Ausschließlich so werden Sie tatsächlich dort ankommen, wofür Sie von zu hause aufgebrochen sind: in Entspannung, in Stille, im Urlaub. 

Durch die Baaber Heide

Von Baabe aus lässt sich die Landschaft auch wunderbar per pedes durch die „Baaber Heide“, an der Ostseeküste oder über die Salzwiesen im Binnenland durchqueren. Alternativ besteht die Möglichkeit, per movelo (motorisierte Elektroräder, Verleihstationen auf der gesamten Insel) die Landschaft zu erkunden, oder aber Sie nutzen den „Rasenden Roland“ zur Überbrückung größerer Entfernungen.

Wer einen Blick vom Wasser aus auf die Insel werfen möchte, kann das vom „Baaber Bollwerk“ aus mit verschiedenen Dampferlinien planen. Eine Empfehlung ist das kombinierte Ticket „Wasser und Dampf“; schippern Sie zunächst auf dem Boddengewässer Richtung Lauterbach/Putbus, um anschließend im „Rasenden Roland“ den Ausflug auf der Schiene fortzusetzen. Eine interessante Kombination, bei der Sie natürlich Ihre Fahrräder mitnehmen können. 

Sie werden es am Ende sicherlich selbst erfahren: dieser Zipfel Land hält interessante Anlaufpunkte für seine Besucher bereit; weder laut noch schräg, dafür ungemein authentisch.

Campingplätze:

Göhren, Lobbe, Alt Reddevitz, Thiessow

 

Ausflugsziele:

  • Middelhagen (Schulmuseum, Herzogsgrab, Fliegerberg)
  • Alt Reddevitz (vielfältige Gastronomie)
  • Gager (Port Gager mit Gastronomie und Seglerhafen, Lachsmanufaktur, Fahrten zur Insel Usedom im Sommer)
  • Klein Zicker (vielfältige Gastronomie, herrlicher Ausgangspunkt für Wanderungen – Ausblicke nach Göhren, Thiessow, auf das Festland, zur Insel Oie und entlang der Boddenküste von Mönchgut/Rügen)
  • Groß Zicker (Pfarrwitwenhaus)
  • Göhren: (Café mit Aussicht: Hotel Hanseatic, Mönchguter Museen, Museumsschiff „Luise“)
  • Lobbe – Thiessow: „Der lange Strand“
  • und natürlich: jede Menge Strand zum Baden, Bummeln, Suchen, Ausspannen…